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Blutbad bei Wahl in Afghanistan bleibt aus

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Blutbad bei Wahl in Afghanistan bleibt aus

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Trotz zahlreicher gewaltsamer Zwischenfälle sind die Wahlen in Afghanistan im Großen und Ganzen ruhig verlaufen. Die befürchteten Taliban-Anschläge mit großen Opferzahlen blieben aus. Vom Sicherheitsstandpunkt aus seien die Wahlen ein Erfolg gewesen, erklärte der NATO-Generalsekretär.

Präsident Hamid Karzai zeigte sich zufrieden, dass viele Bürger den Drohungen der Taliban getrotzt hätten. Er war der Favorit bei den Präsidentschaftswahlen, könnte aber möglicherweise zur Stichwahl mit seinem aussichtsreichsten Herausforderer, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah antreten müssen. Über die Beteiligung wurde zunächst nichts bekannt. Laut einer Sprecherin der Wahlkommission konnten aber mehr als neunzig Prozent der Wahllokale geöffnet werden. Die Endergebnisse der Präsidentschaftswahl und der Wahlen zu den Provinzräten, die parallel stattfanden, sollen Mitte September bekannt gegeben werden. Direkt im Anschluss an die Wahlen, zu denen 17 Millionen Bürger aufgerufen waren, wurden Beschwerden über Betrug eingereicht. Unter anderem soll die Tinte abwaschbar gewesen sein, mit der die Wähler gekennzeichnet und so an einer mehrmaligen Stimmabgabe gehindert werden sollten.