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Piraten nach Russland gebracht

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Piraten nach Russland gebracht

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Die mutmaßlichen Piraten, die den Frachter “Arctic Sea” überfallen haben sollen, sind nach Russland gebracht worden. Am Vormittag landete eine Militärmaschine vom Typ Ilyuschin76 auf einem Luftwaffenstützpunkt vor den Toren Moskaus. Von dort wurden die acht Männer ins Hochsicherheitsgefängnis Lefortovo gebracht.

Die mutmaßlichen Piraten waren von russischen Sicherheitskräften am Dienstag vor der Küste der Kapverden festgenommen worden. Nach russischen Angaben handelt es sich bei ihnen um Staatsbürger Estlands, Lettlands und Russlands. Sie sollen am 24. Juli den Frachter vor der schwedischen Küste geentert und Anfang August ein Lösegeld von 1,5 Millionen Dollar gefordert haben. Seit der Passage der “Arctic Sea” durch die Straße von Dover hatten die Behörden den Kontakt zu dem Schiff verloren. Zweifel an der offiziellen Version werden durch eine Mitteilung der Seefahrtsbehörde Maltas genährt. Sie erklärte, das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff sei “eigentlich nie verschwunden gewesen”. Dies nährte den Verdacht, dass Geheimdienste in die Affäre verwickelt sind. Vermutet wird, dass mit der “Artic Sea” Waffen geschmuggelt wurden.