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Wahl in Afghanistan trotz Gewaltakten weitgehend ruhig

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Wahl in Afghanistan trotz Gewaltakten weitgehend ruhig

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Die Wahlen in Afghanistan sind trotz mehrerer Gewaltakte offenbar weitgehend ruhig verlaufen. Anschläge mit größeren Opferzahlen wurden nicht bekannt.

Rund 17 Millionen registrierte Stimmberechtigte waren aufgerufen, den Präsidenten sowie die Provinzräte zu wählen. Erste inoffizielle Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet, die Endergebnisse sollen im September bekanntgegeben werden. Als Favorit der Präsidentschaftswahl gilt trotz Kritik an seiner Politik Amtsinhaber Hamid Karzai. Er appellierte an die Bevölkerung, ungeachtet der Drohungen der Taliban zur Wahl zu gehen. Sein aussichtsreichster Herausforderer unter den ingesamt 30 Kandidaten ist Ex-Außenminister Abdullah Abdullah. Eine Stichwahl unter beiden könnte nötig werden. Mehrere Städte wurden während der Wahl mit Raketen beschossen. Bei Schießereien zwischen Aufständischen und Sicherheitskräften in der Hauptstadt und in einigen Provinzen kamen mehr als zwanzig Taliban und ein Polizeichef ums Leben. Auch ein Kind und ein amerikanischer NATO-Soldat wurden getötet.