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Wahl in Afghanistan von Gewalt überschattet

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Wahl in Afghanistan von Gewalt überschattet

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Überschattet von zahlreichen Gewaltakten im ganzen Land und unter großen Sicherheitsmaßnahmen sind 17 Millionen Afghanen heute aufgerufen, einen neuen Präsidenten und Provinzparlamente zu wählen.

Als Favorit gilt Amtsinhaber Harmid Karzai. Karzai gab seine Stimme in einer Schule in der Nähe seines Amtssitzes in Kabul ab. “Dies ist die zweite Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Afghanistan und ich bin sicher, dass sie für Afghanistan, so Gott will, Frieden, Fortschritt und Wohlstand bringen wird”, sagte Karzai nach der Stimmabgabe. Sein wichtigster Herausforderer ist der frühere Außenminister Abdullah Abdullah. Es gilt nicht als ausgeschlossen, dass Abdullah genügend Stimmen erringt, um Karzai in eine Stichwahl zu zwingen. “Ich mache mir wegen der Gewalt Sorgen, aber ansonsten bin ich zuversichtlich”, sagte Abdullah nach der Stimmabgabe in Kabul. Die Wahlbeteiligung gilt als Gradmesser für den Erfolg der Wahl, insbesondere in den umkämpften Hochburgen der Taliban in Südafghanistan. Erste Anzeichen deuten daraufhin, dass selbst im relativ sicheren Kabul mit einer niedrigen Wahlbeteiligung zu rechnen ist. Die Taliban hatten dazu aufgerufen, die Wahl zu boykottieren.