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Wirtschaftskrise überschattet Ramadan

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Wirtschaftskrise überschattet Ramadan

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In Teilen der islamischen Welt beginnt am Freitag der Ramadan. Gläubige Muslime fasten vom Morgen bis zum Sonnenuntergang. Am abend kommen Familien und Freunde zu einem gemeinsamen Essen zusammen, aber in einigen Ländern, etwa in Pakistan, sind Lebensmittelpreise für viele fast unerschwinglich.

“Es ist Ramadan und wir müssen natürlich fasten”, sagt eine Frau auf dem Markt in Karachi. “Aber was sollen wir danach essen? Ich habe noch gar nichts gekauft. Alles ist viel zu teuer.” Wirtschaftskrise und politische Unruhen überschatten auch im Irak den Fastenmonat. Dieser Händler auf einem der größten und ältesten Märkte Bagdads sagt, die Nachfrage nach Lebensmitteln sei bisher gut gewesen, aber dann seien wegen der Anschläge am Donnerstag weniger Kunden zu ihm gekommen. In Frankreich, dem EU-Land mit der größten muslimischen Bevölkerung, beginnt der Ramadan am Samstag. Auch hier decken sich Gläubige mit Speisen ein, die laut islamischer Tradition zulässig sind. In vielen französischen Supermärkten stehen diese Produkte, ohne Hinweis auf den Ramadan, als orientalische Lebensmittel im Regal — aus Rücksicht, wie es heißt, auf nicht-religiöse Kunden.