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Britische Regierung: kein Kuhhandel

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Britische Regierung: kein Kuhhandel

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Die britische Regierung weist Spekulationen zurück, es habe im Fall der Befreiung des Lockerbie-Attentäters einen Kuhhandel gegeben. Zuvor hatte der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi sich bei der britischen Regierung überschwänglich für die Befreiung des 57-jährigen Abdel Basset el Megrahi bedankt und Gaddafis Sohn sagte, der Fall sei bei Gesprächen mit der britischen Regierung über Öl und Gas ein Thema gewesen.

Wirtschaftsminister Peter Mandelson reagierte empört, schon die Idee, die britische Regierung würde sich mit der libyschen hinsetzen und über die Freiheit oder das Leben eines libyschen Häftlings schachern, das sei nicht nur falsch und kaum glaubwürdig – das ist auch grob beleidigend!” Gaddafi hatte Al-Megrahi nach seiner Begnadigung und Rückkehr nach Libyen persönlich empfangen – und dabei Großbritannien bessere Beziehungen in Aussicht gestellt. Al-Megrahi war vor acht Jahren für das Bombenattentat auf ein Flugzeug über der schottischen Stadt Lockerbie zu lebenslanger Haft verurteilt worden.