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EU mit Wahl in Afghanistan zufrieden

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EU mit Wahl in Afghanistan zufrieden

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Trotz katastrophal niedriger Wahlbeteiligung, Anschlägen und Anschuldigungen von Wahlbetrug, haben Europäische Union und Vereinigte Staaten den bisherigen Verlauf der Präsidentschaftswahl in Afghanistan als “weitgehend positiv” bewertet.

Ex-Außenminister Abdullah Abdullah klagte über Manipulationen: “Einige Wahlurnen müssen sichergestellt werden, denn in einigen Gegenden haben wir bereits Beschwerden eingereicht”, erklärte Abdullah. Wie auch sein schärfster Gegenkandidat versprach Amtsinhaber Harmid Karsai, das offizielle Wahlergebnis zu akzeptieren. Beide haben bereits den Sieg für sich beansprucht. Trotz festgestellter Unregelmäßigkeiten bewerteten die Wahlbeobachter der EU den Urnengang als “ generell fair”. Wegen des Terrors in einigen Landesteilen könne man aber nicht von “freien Wahlen” sprechen. Offiziell nicht bestätigten Aussagen von internationalen Wahlbeobachtern zufolge haben in den Unruhegebieten, in denen die Taliban stark sind, nur zwischen fünf und 15 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Afghanistanweit lag die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.