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EU und USA trotz niedriger Wahlbeteiligung zufrieden

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EU und USA trotz niedriger Wahlbeteiligung zufrieden

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Die Wahlbeobachter der Europäischen Union haben den bisherigen Verlauf der Präsidentschaftswahl in Afghanistan als “weitgehend positiv” bewertet. Der Urnengang sei ein “Sieg über jene, die die Afghanen davon abhalten wollten, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden”. Sowohl der favorisierte Amtsinhaber Hamid Karsai als auch sein schärfster Rivale, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah versprachen, das offizielle Wahlergebnis zu akzeptieren. Beide haben bereits den Sieg für sich beansprucht.

US-Präsident Barack Obama lobte die Afghanen für die Durchführung der Wahl, warnte aber vor drohenden Gefahren. “Dies war ein wichtiger Schritt vorwaärts in den Bemühungen des afghanischen Volkes seine Zukunft selbst zu kontrollieren, obschon gewalttätige Extremisten versuchen ihm im Weg zu stehen”, erklärte Obama. Ungeachtet der positiven Bewertungen von Europäischer Union und Vereinigten Staaten war die Wahlbeteiligung katastrophal. Offiziell nicht bestätigten Aussagen von internationalen Wahlbeobachtern zufolge haben in den Unruhegebieten, in denen die Taliban stark sind, nur zwischen fünf und 15 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Afghanistanweit lag die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.