Eilmeldung

Eilmeldung

Zukunft von Opel weiter ungewiss

Sie lesen gerade:

Zukunft von Opel weiter ungewiss

Schriftgrösse Aa Aa

In der monatelangen Hängepartie um den Verkauf des Autobauers Opel schiebt der ehemalige Mutterkonzern General Motors eine Entscheidung weiter vor sich her. Der GM-Verwaltungsrat legte sich am Freitagabend erneut nicht auf einen Bieter fest. Man werde von der deutschen Regierung weitere Details über die staatliche Hilfe anfordern.

Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg sagte, die Bundesregierung habe alles getan, es legen zwei Bieterkonzepte vor, die erheblich nachgebessert worden seien, insbesondere das von Magna. Jetzt sei es an der amerikanischen Seite, dem, was man geleistet habe, mit Vernunft zu begegnen. Doch bereits am nächsten Sonntag werden in Deutschland drei Landtage gewählt. Zu erwarten ist, dass die Entscheidung über Opel spätestens vor der Bundestagswahl am 27. September gefallen sein soll. Auch Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier steckt im Wahlkampf.

Er sprach sich für Magna als neuen Opel-Eigentümer aus: “Öffentliche Hilfen kann es nur geben für ein Konzept, was uns in Deutschland überzeugt. Das Konzept von Magna ist das Konzept, das die vier deutschen Standorte am Leben erhält und damit die grosse Mehrzahl der Arbeitsplätze. Ich werde meine Überzeugungsarbeit, dass das das richtige Konzept ist, in den nächsten Tagen fortsetzen”, so Steinmeier. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder mit Opel-Werken hatten sich massiv für Magna eingesetzt. Magna will gemeinsam mit russischen Partnern 55 Prozent der neuen Opel-Gesellschaft übernehmen.