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Gedenken in Vilnius

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Gedenken in Vilnius

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In der litauischen Hauptstadt Vilnius haben die drei baltischen Staaten der Ereignisse gedacht, die zur Unabhängigkeit von der Sowjetunion führten. Die Regierungschefs Litauens, Estlands und Lettlands legten am Platz der Unabhängigkeit bei einer Gedenkzeremonie einen Kranz nieder. Außerdem Vor 60 Jahren der Hitler-Stalin-Pakt unterzeichnet, in dem Nazi-Deutschland und die UdSSR ihre Einflusssphären in Zentral- und Mitteleuropa aufteilten. 1940 annektierte die Sowjetunion die drei baltischen Staaten. Litauens Ministerpräsident Andrius Kubilius erinnerte an das Jahr 1989. Die Ereignisse seien ein sehr starkes Symbol dafür gewesen, dass es keinen Weg für das sowjetische Reich gegeben habe, weiterhin in der Region zu bleiben. Damals zog sich eine Menschenkette durch alle drei baltischen Länder zog. Zwei Millionen Menschen forderten auf diese Weise die Unabhängigkeit. Die Menschenkette war auch für die zerfallende Sowjetunion noch ein unglaubliches Ereignis. Sechshundert Kilometer weit zog sie sich durch die drei Länder. Die Teilnehmer wollten damit an den Hitler-Stalin-Pakt erinnern. Litauen, Estland und Lettland erklärten sich 1990 wieder für unabhängig. Bis auf einen Putschversuch in Litauen verlief die Loslösung unblutig.