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Zeichen der Entspannung zwischen Nord- und Südkorea

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Zeichen der Entspannung zwischen Nord- und Südkorea

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Nach monatelanger Eiszeit zwischen Nord- und Südkorea gibt es weitere Anzeichen einer Entspannung: Eine ranghohe Delegation aus Pyöngjang überbrachte dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak eine Botschaft des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il, der darin den Wunsch nach besseren Beziehungen zu Südkorea zum Ausdruck bringt.

Es war das erste Mal seit seinem Amtsantritt vor knapp anderthalb Jahren, dass der konservative südkoreanische Staatschef Vertreter aus dem kommunistischen Norden empfing. Bereits am Vortag war Südkoreas Vereinigungsminister mit einem ranghohen Funktionär der im Norden herrschen Arbeiterpartei zusammengekommen.

Die neuerliche Begegnung fand wenige Stunden vor dem Staatsbegräbnis für den ehemaligen Präsidenten Kim Dae Jung statt. Tausende von Gästen aus dem In- und Ausland nahmen an der Trauerfeier in Seoul teil. Die nordkoreanische Delegation hatte dem Verstorbenen am Freitag die letzte Ehre erwiesen, im Namen von Kim Jong Il.

Kim Dae Jung gilt als Symbolfigur der Demokratisierung Südkoreas. Während seiner fünfjährigen Amtszeit bis 2003 hatte Kim eine lange Phase der Annäherung an Nordkorea eingeleitet.