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Norweger suchen nach Amundsen

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Norweger suchen nach Amundsen

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In Norwegen ist eine Expedition aufgebrochen, um nach den sterblichen Überresten des Polarforschers Roald Amundsen zu suchen.

Amundsen, der erste Mensch am Südpol, war 1928 bei einem Flugzeugabsturz in der Arktis nahe der Bäreninsel ums Leben gekommen. Unter Einsatz modernster Technik hoffen die Norweger nun, das Wrack des Flugzeugs Amundsens orten zu können: Das Expeditions-Schiff der Marine ist mit Sonargeräten und einem U-Boot ausgerüstet. Die Expedition soll am Dienstagmittag die Gegend nordwestlich der Bäreninsel, die zu Spitzbergen gehört, erreichen. In dem rund 120 Quadratkilometer großen Gebiet ist die See an der fraglichen Stelle etwa 100 bis 200 Meter tief. Amundsen wollte dort nach dem vermissten italienischen Polarforscher Umberto Nobile suchen. Dieser hatte den Pol mit einem Luftschiff erreicht, war aber selbst auf dem Rückflug verunglückt. Er wurde später mit neun Kameraden von einer Eisscholle gerettet. Amundsen wird in Norwegen als Nationalheld verehrt,- weil er 1911 in einem Wettlauf mit dem Briten Robert Scott, als erster Mensch den Südpol erreichte.