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Bernanke soll bleiben

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Bernanke soll bleiben

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Ben Bernacke soll US-Notenbank-Chef bleiben. Der 55-jährige wurde von US-Präsident Barack Obama für eine zweite Amtszeit nominiert. Der Senat in Washington muss den Vorschlag noch absegnen. Die Zustimmung gilt als sicher.

Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise spielte Bernanke eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung der Märkte. Das hat US-Präsident Barack Obama überzeugt: “Der Mann neben mir hat die Fed durch ihre schlimmste Krise geführt, die unsere Nation und die Welt je gesehen hat. Ich bin mir sicher, dass er als Experte der großen Depression der 30er-Jahre nicht daran gedacht hat, dass er dafür verantwortlich sein wird, die nächste Krise zu verhindern.” Bernanke zeigte sich entschlossen, trotz vereinzelter Kritik seinen Kurs der Krisenbekämpfung fortzusetzen. Er sagte: “Die Fed wie auch andere für wirtschaftliche Entscheidungen Veranwortlichen standen in den vergangenen Jahren nie gekannten Herausforderungen gegenüber. Wir waren dabei entschlossen und zugleich abgewogen. Unser Ziel bleibt: Wir wollen die Stabilität auf den Finanzmärkten verbessern und ein wirtschaftliches Umfeld, in dem es wieder Chancen gibt.” Auch an der Wall Street genießt Bernanke wegen seiner Leistungen zur Rettung des Bankensektors und der Neuausrichtung der Finanzindustrie breite Unterstützung. Auch wenn Wirtschaftsexperten immer noch das hohe Haushaltsdefizit und die steigende Staatsverschuldung kritisieren und vor den globalen Folgen warnen, wird Bernanke zugetraut die Krise zu meistern, ohne die Konjunktur abzuwürgen.