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Wieder Bootsflüchtlinge vor Lampedusa

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Wieder Bootsflüchtlinge vor Lampedusa

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Vor der italienischen Insel Lampedusa sind erneut Bootsflüchtlinge aufgegriffen worden. Das Boot war mit 57 Menschen völlig überladen. Ein Schiff der Finanzpolizei kam den Flüchtlingen etwa zehn Seemeilen südlich der Insel zu Hilfe. Sie wurden nach Sizilien gebracht.

Ein Sprecher der Europäischen Kommission erklärte, es müsse ein besserer Weg gefunden werden, um die Lasten des Flüchtlingsproblems auf europäischer Ebene gemeinsam zu bewältigen; alle Möglichkeiten der EU – finanzielle, politische und diplomatische - müssten genutzt werden, um eine Tragödie wie die der vergangene Woche zu verhindern. Am Donnerstag hatte die italienische Küstenwache vor Lampedusa fünf Menschen aus Eritrea von einem Schlauchboot gerettet. Die Flüchtlinge berichteten, 73 weitere Migranten seien auf der dreiwöchigen Fahrt gestorben. Keines der Schiffe, denen sie begegnet seien, habe sie aufnehmen wollen.

Der italienische Außenminister Franco Frattini hatte daraufhin am Wochenende erneut betont, das die Flüchtlingsfrage ein Problem der EU sei und nicht allein von den Mittelmeer-Anrainern bewältigt werden könne.