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Wieder Selbstmord-Anschlag in Tschetschenien

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Wieder Selbstmord-Anschlag in Tschetschenien

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Bei einem Selbstmord-Anschlag in der russischen Kaukasus-Republik Tschetschenien sind mindestens vier Polizisten ums Leben gekommen, einer wurde schwer verletzt.

Auch mindestens zwei Passanten hätten Verletzungen erlitten, so ein Behördensprecher. Der Anschlag sei gegen 11.00 Uhr Ortszeit an einer Autowaschanlage in der Ortschaft Mesker-Jurt nahe Grosny verübt worden, hieß es aus Sicherheitskreisen. Das Attentat geschah einen Tag nach dem ueberraschenden Besuch des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Tschetschenien – er wollte sich an Ort und Stelle ein Bild machen von der sozialen und wirtschaftlichen Lage in der Unruheregion, so ein Regierungssprecher. Erst am vergangenen Freitag hatten Selbstmordattentäter auf Fahrrädern in Tschetscheniens Hauptstadt Grosny bei zwei Anschägen vier Polizisten getötet. Die Regierung in Moskau hatte im April eine zehnjährige Operation gegen Untergrundkämpfer in Tschetschenien für beendet erklärt. Seither häufen sich die Gewaltakte – oft mit islamistischem Hintergrund. Dabei starben zuletzt auch Menschenrechtler und ranghohe Staatsbeamte. Auch in den Nachbarrepubliken Inguschetien und Dagestan kamen in den vergangenen Wochen Dutzende Menschen bei Attentaten ums Leben.