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Zehntausende Hektar Wald und Agrarland niedergebrannt

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Zehntausende Hektar Wald und Agrarland niedergebrannt

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Nach den schweren Waldbränden nahe Athen steht die konservative Regierung in der Kritik. Sie habe nach den verheerenden Waldbränden vor zwei Jahren keine Vorsorge getroffen, hieß es. Nach einer ersten Bilanz der Behörden wurden seit vergangenen Freitag mindestens 150 Häuser schwer beschädigt oder ganz zerstört. Etwa 30.000 Hektar Wald, Busch- und Agrarland brannten nieder.

Die Brände wüteten nicht nur im Norden und Osten Athens, sondern auch auf den Inseln Euböa und Skyros. Nach Angaben der Feuerwehr ist die Lage inzwischen unter Kontrolle. Im Unterschied zu den Bränden vor zwei Jahren mit 77 Toten kam diesmal niemand ums Leben; darauf weist die Regierung hin – angesichts der sich häufenden Kritik: Ein Mann in Athen sagte, nach den Bränden vor zwei Jahren auf der Peloponnes hätte es ernste Konsequenzen geben müssen, Maßnahmen, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholen könne. Auch in den Medien wurde Kritik laut: Die Regierung habe zu wenig Geld für den Kauf von Löschflugzeugen ausgegeben, hieß es. Politische Konsequenzen für die konservative Regierung mit ihrer hauchdünnen Parlaments-Mehrheit wurden nicht ausgeschlossen. Die Regierung wiederum versprach den Geschädigten Hilfe. Unterdessen begannen vielerorts die Aufräumarbeiten und Reparaturen.