Eilmeldung

Eilmeldung

Bedrohung durch ETA "real"

Sie lesen gerade:

Bedrohung durch ETA "real"

Schriftgrösse Aa Aa

Nach einer der erfolgreichsten Wochen im Kampf gegen die ETA haben die Innenminister Frankreichs und Spaniens die Zusammenarbeit beider Länder gelobt – und gleichzeitig vor der “realen Bedrohung” durch die Untergrundorganisation gewarnt. Ein weiteres, 13. Versteck der ETA wurde in Südfrankreich just am Tag des Treffens beider Minister ausgehoben.

Der spanische Innenminister Alfredo Perez-Rubalcaba äußerte die Hoffnung, dass diese bilaterale Zusammenarbeit Spanien bald erlauben könnte, sein größtes Problem zu lösen – die ETA: “Frankreich und Spanien sind im Kampf gegen die ETA entschlossen: Sie kann ihre Methoden ändern, sie kann sich verstecken, neue Verstecke finden, sie kann nach Süden und Norden ausweichen – aber wir garantieren, dass wir sie finden und ihren Operationen ein Ende setzen werden. Und diese Arbeit werden wir zu Ende führen.” Binnen einer Woche sind in Frankreich 13 Verstecke und Waffenlager ausgehoben und drei mutmaßliche Mitglieder der Untergrundorganisation festgenommen worden. Fast 900 Kilogramm Sprengstoff, Waffen und Zündschnur, Auto-Nummernschilder und Papiere wurden beschlagnahmt, der größte Fahndungserfolg seit 2004. Für die ETA ein logistischer Schlag, doch laut Spaniens Innenminister auch ein klares Zeichen dafür, dass sie keine Ruhe geben will.