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Einflussreicher Schiiten-Führer gestorben

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Einflussreicher Schiiten-Führer gestorben

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Einer der einflussreichsten irakischen Schiiten-Führer, Abdulasis al-Hakim, ist tot. Der Vorsitzende des Hohen Islamischen Rates erlag 60-jährig einem Krebsleiden. Er starb in einem Krankenhaus der iranischen Hauptstadt Teheran. Die Partei Hoher Islamischer Rat gehört auf nationaler Ebene derzeit noch der schiitischen Regierungskoalition des Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki an. Erst zu Beginn der Woche hatte Abdulasis al-Hakim ein Wahlbündnis gegen Al-Maliki ins Leben gerufen. “Sein Tod wird schwerwiegende Folgen für den politischen Prozess haben”, so ein Bewohner Bagdads. “Ich hoffe, dass die Politiker die Lücke schließen und das Land einen.” “Ich weiß nicht, was ich sagen soll”, meint ein anderer, der aber ebenfalls davon überzeugt ist, dass der Tod Al-Hakims die politische Lage verändern wird. Der irakische Schiitenführer hatte enge politische Verbindungen zur iranischen Führung. Sein Tod könnte dem derzeitigen irakischen Regierungschef helfen, die Stimmen jener zu gewinnen, die gegen einen starken Einfluss des Irans sind. Die Partei Al-Hakims genoß auch die Unterstützung der früheren US-Führung.