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Frankreichs Linke will Vorwahlen nach US-Vorbild

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Frankreichs Linke will Vorwahlen nach US-Vorbild

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Die französische Linke hat sich in einem Bericht der Zeitung “Le Monde” dafür ausgesprochen, ihren nächsten Präsidentschaftskandidaten in offenen Vorwahlen bestimmen zu lassen.

Zuvor hatten sich bereits mehrere sozialistische Politiker für eine Reform des Wahlsystems ausgesprochen. Eine weitere Stärkung gegenüber den Konservativen erhofft man sich von einem parteiübergreifenden Links-Bündnis. Mitglieder des “Terra-Nova”-Thinktanks der Sozialisten äußerten sich bereits positiv: “Wir begrüßen den Vorschlag. Gemeinsame Vorwahlen könnten ein wichtiger Schritt sein, die Linke zu einen.” Dies scheint auch dringend nötig, rutschten doch selbst die Sozialisten bei den Europawahlen auf magere 17% ab: Gleichauf mit den Grünen. Andere sind eher skeptisch: “Ich bin dagegen! Das bringt wieder Kandidaten wie Ségolène Royal hervor – nicht der populärste,- sondern der Beste sollte aber gewählt werden.” Martine Aubry,- Chefin der Sozialisten, will sich an diesem Wochenende auf einer Klausurtagung in La Rochelle ausführlich zu den Reform-Plänen äußern. Gespräche gibt es auch mit den Führern der anderen Linksparteilen,- von den Kommunisten bis hin zu den französischen Grünen.