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Gesundheitsreform war Anliegen Kennedys

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Gesundheitsreform war Anliegen Kennedys

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Der verstorbene Senator Edward Kennedy wird Medienberichten zufolge am Samstag auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Dort soll er seine letzte Ruhestätte in unmittelbarer Nähe der Gräber seiner ermordeten Brüder John F. und Robert Kennedy finden. Eines der Anliegen Kennedys war es, dass jeder Amerikaner eine Krankenversicherung hat. Die Gesundheitsreform bezeichnete er als die Aufgabe seines Lebens. Etwa 47 Millionen Amerikaner, das sind 16 Prozent der Bevölkerung, sind nicht krankenversichert. Die Reform, die zu den Wahlversprechen des US-Präsidenten Barack Obama gehörte, ist selbst im Lager seiner Demokraten umstritten. Mit Kennedy fehlt Obama nicht nur ein Verfechter seines Vorhabens sondern auch die für die Mehrheit nötige Stimme im Senat. 1993 scheiterte der damalige Präsident Bill Clinton mit der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse. Obama, der die Reform vermutlich nur in abgespeckter Form durchsetzen kann, hat mit Kennedy einen Politiker verloren, der es verstand, über Parteigrenzen hinweg für ein Projekt erfolgreich zu werben.