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Missstände in britischen Krankenhäusern

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Missstände in britischen Krankenhäusern

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In Großbritannien klagen Patienten über die in manchen Fällen schlechte Behandlung in Krankenhäusern. Die Rede ist von nachlässigen und sogar grausamen Schwestern und davon, dass Schwerkranke mitunter genötigt sind, Mißstände zu ertragen. Das Gesundheitsministerium in London dementierte solche Berichte zwar nicht, wies aber darauf hin, dass es sich um Ausnahmen handele. “Zwei Schwestern kamen, ergriffen seine Arme und forderten John auf, zu sitzen. Sie wollten das Bettlaken wechseln. John riss die Augen weit auf und ich sagte den Schwestern, dass das Laken nicht gewechselt werden sollte, wenn Patienten große Schmerzen haben. Daraufhin ließen sie ihn einfach ins Bett zurückfallen und warfen ihm die Kleidung zu”, erzählt eine Frau. Seit vier Jahrzehnten gibt es eine Vereinigung der Patienten, die sich für deren Rechte einsatzt. Deren Vorsitzende, eine frühere Krankenschwester sagt: “Es bricht einem das Herz. Dadurch, dass sich die Kranken in einem feindlichen Umfeld wiederfinden, in dem sich niemand um sie kümmert, tragen sie auch psychische Schäden davon. Alle mahnen zur Eile, doch im Grunde wird der Genesungsprozess dadurch verlängert.” Die Vereinigung der Patienten veröffentlichte einen Bericht, in dem insgesamt sechzehn Fälle von schlechter Behandlung aufgelistet und beschrieben werden. Seitens der Königlichen Schule für Krankenschwestern hieß es, die Missstände seien inakzeptabel, die Mehrheit der Patienten aber werde gut behandelt.