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Moskau: Unabhängigkeit Südossetiens unumkehrbar

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Moskau: Unabhängigkeit Südossetiens unumkehrbar

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In Südossetien und Abchasien haben Menschen den ersten Jahrestag der einseitigen Loslösung von Georgien gefeiert. Moskau hatte die abtrünnigen Gebiete als unabhägig anerkannt. Dies sei “unumkehrbar”, so Kreml-Chef Dmitri Medwewdew.

Über eine neue Pipeline, die in der Hauptstadt Zchinwali eingeweiht wurde, kann Südossetien nun Gas direkt aus Russland beziehen. Die Stadt war im Krieg vor einem Jahr schwer zerstört worden. Nach dem Einmarsch georgischer Truppen in die abtrünnigen Gebiete waren russische Panzer auch nach Georgien vorgerückt. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin stellte in Moskau dem südossetischen Präsidenten weitere Finanzhilfen in Aussicht und er verteidigte die Anerkennung durch Moskau: “Unsere Entscheidung ist eine Garantie für Frieden in der Region und das Überleben dieser beiden Völker.” Georgien betrachtet die Gebiete weiter als sein Staatsgebiet und wird dabei von den meisten Ländern und Organisationen unterstützt: Die Internationale Gemeinsschaft solle ihre Politik der Nichtanerkennung forsetzen, so der stellvertretende Außenminister Alexander Nalbandov in Tiflis, und diese einfache Nachricht an Russland senden: “Nichts ist vergessen. Nichts ist vergeben.” Außer Russland hat bisher nur Nicaragua die Gebiete anerkannt. Der Konflikt vor einem Jahr hatte zu einer Eiszeit zwischen Moskau und der EU sowie der NATO geführt.