Eilmeldung

Eilmeldung

Netanjahu und Merkel besprechen Siedlungsstopp und Iran-Sanktionen

Sie lesen gerade:

Netanjahu und Merkel besprechen Siedlungsstopp und Iran-Sanktionen

Schriftgrösse Aa Aa

- Fortschritte im Nahost-Friedensprozess sind möglich und – härtere Sanktionen sind nötig, wenn der Iran sein Atomprogramm weiterverfolgt –

da waren sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen in Berlin einig. Zum Thema Iran sagte Netanjahu: “Wir sollten Schritte vorbereiten, die die US-Ausseministerin Hillary Clinton “schmerzhafte Sanktionen” genannt hat. Echter Druck ist möglich, echter ökonomischer Druck auf dieses Regime. Die Grossmächte der Welt müssen nur einig sein.” Bei möglichen schärferen Strafmaßnahmen nannte Merkel die Bereiche Energie- und Finanzen. Zum Thema Nahost-Friedensprozess sagte Merkel: Fortschritte in der Siedlungfrage, beim Baustopp seien eine wichtige Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Friedensprozesses. Laut Netanjahu könnte der Prozess in den nächsten ein bis zwei Monaten wieder in Gang kommen. Berichte über einen möglichen Baustopp zwischen einem halben Jahr und neun Monaten im Westjordanland bestätigte er nicht. Netanjahu nimmt aus Berlin die Originalpläne des KZ Auschwitz mit nach Israel. Sie sollen in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem ausgestellt werden. Bei einer Konferenz am Berliner Wannsee hatten die Nationalsozialisten im Jahr 1942 die Vernichtung der Juden in Europa beschlossen. Rund sechs Millionen Menschen wurden daraufhin systematisch verfolgt und umgebracht, eine Million davon im Vernichtungslager Auschwitz.