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Siedler-Baustopp im Westjordanland im Gespräch

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Siedler-Baustopp im Westjordanland im Gespräch

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Der Nahost-Friedensprozess steht im Mittelpunkt des Berlin-Besuchs von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die USA und Europa drängen darauf, die Verhandlungen wiederzubeleben. Vor der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Netanjahu mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier gesprochen.

In Berlin besucht Netanjahu das Haus der Wannsee-Konferenz und nimmt die Originalpläne des Konzentrationslagers Auschwitz mit nach Israel. Sie sollen in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem ausgestellt werden. Bei der Wannsee-Konferenz hatten die Nationalsozialisten im Jahr 1942 die Vernichtung der Juden in Europa beschlossen. Rund sechs Millionen Menschen wurden daraufhin systematisch verfolgt und umgebracht, eine Million davon im Vernichtungslager Auschwitz. Bei dem heiklen Punkt der israelischen Siedlungen im Westjordanland zeichnet sich in den Gesprächen offenbar ein Kompromiss ab. Demnach brachte Israel einen Baustopp zwischen einem halben Jahr und neun Monaten ins Gespräch. Die Regierung Obama soll im Gegenzug akzeptiert haben, Ostjerusalem bei den Baustopp-Verhandlungen aussen vor zu lassen. Die Palästinenser verlangen einen vollständigen Baustopp.