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Somalia: Enführter Agent kehrt heim

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Somalia: Enführter Agent kehrt heim

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Ein französischer Agent, der vor sechs Wochen in Somalia enführt worden war, hat das Land in Richtung verlassen. Er war am Mittwoch freigekommen. Nach eigenen Angaben konnte er fliehen, als seine Kidnapper schliefen. Dabei sei niemand zu Schaden gekommen. Ein somalischer Polizist hatte jedoch gesagt, der Agent habe drei Geiselnehmer erschossen.

Ein zweiter Franzose wird weiter festgehalten. Die beiden waren am 14. Juli gemeinsam in ihrem Hotel in Mogadischu entführt worden. Sie sollten die somalische Übergangsregierung in Sicherheitsfragen beraten. Die islamischen Milizen, die ihre Geiseln vor ein islamisches Gericht stellen wollten, sagten, sie hätten Lösegeld erhalten. Eric Chevalier, Sprecher des Pariser Verteidigungsministeriums dementiert: “Es gab kein Lösegeld von Frankreich, das ist ganz klar. Er konnte seinen Entführern entkommen und sich in Somalia in Sicherheit bringen.” Das ostafrikanische Land gilt als eines der ärmsten und gefährlichsten der Welt. Seit fast 20 Jahren befindet es sich im Bürgerkrieg. Piraterie und Entführungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Seit einem Jahr sind in Somalia auch zwei Journalisten aus Kanada und Australien verschwunden.