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Totgesagte Sozialisten tagen wieder

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Totgesagte Sozialisten tagen wieder

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Die sozialistische Partei Frankreichs sei tot, hat der Philosoph und Linksintellektuelle Bernard Henri Levy vor Wochen diagnostiziert. So tot wie der US-Senator Ted Kennedy ist sie zwar noch nicht, doch die Sozialisten Martine Aubrys sind in die politische Bedeutungslosigkeit abgestürzt.

Bei den Europawahlen im Juni erhielt die einstige Regierungspartei weniger als 17 Prozent. Seither versuchen sich die Sozialisten neu zu erfinden. Die Jüngeren unter ihnen befürworten ein Bündnis aller linken Parteien und einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2012. “Wenn ihr einen Zusammenschluss wollt, uns aber nur das Dienstmädchen-Zimmer zuteilt, ist jetzt schon klar, dass der Präsident 2012 erneut Sarkozy heißen wird”, so der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit. Der sozialistische Europa-Abgeordnete Vincent Peillon rief zur Schaffung des Bündnisses auf. Etwas anderes bleibt ihnen im Grunde nicht übrig. Doch noch ist es nicht so weit. Zunächst einmal wird am kommenden Wochenende auf einem Partei-Treffen in La Rochelle vermutlich ein wenig weitergestorben. Die Messer zur Selbstzerfleischung sind schon gewetzt.