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Frankreichs Sozialisten wollen Primaries

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Frankreichs Sozialisten wollen Primaries

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Den französischen Sozialisten steht das Wasser bis zum Hals. Dass sie bei den Europawahlen im Juni weniger als 17 Prozent und nur wenig Stimmen mehr als die Grünen erhielten, war eine Niederlage, die nicht anders als der Absturz in die Bedeutungslosigkeit bezeichnet werden kann.

Die Stimmung an der Basis ist dementsprechend schlecht: “Es geht nicht an, dass wir die nächsten hundert Jahre abwarten”, so ein empörtes Mitglied der Partei. “Mir stehen die Haare zu Berge. Ich stimme zu, dass wir Primaries organisieren müssen, doch lieber heute als morgen. Auch sollten wir aufhören, uns untereinander zu zerfleischen.”

Bei ihrem Treffen in La Rochelle einigten sich die Sozialisten auf Primaries, das heißt darauf, dass die Basis den künftigen Präsidentschaftskandidaten bestimmen soll.

“Ich habe weder für große Erklärungen noch für Eitelkeiten etwas übrig”, so die Parteichefin Martine Aubry. “Ich ziehe es vor zu debattieren, mit den Genossen zu streiten, denn es geht um die Zukunft.”

Ein Beschluss über eine solche Basisabstimmung ist noch nicht gefasst. Auch ist noch nicht klar, ob die Sozialisten gemeinsam mit anderen Parteien des linken Spektrums einen Kandidaten aufstellen wollen oder nicht.