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Staatstrauer für Abdulasis al-Hakim

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Staatstrauer für Abdulasis al-Hakim

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Anlässlich des Todes des Schiiten-Führers Abdulasis al-Hakim hat die irakische Regierung drei Tage Staatstrauer angeordnet. Der Sarg mit den sterblichen Überresten Al-Hakims, der am Mittwoch in Teheran einem Krebsleiden erlegen war, traf inzwischen in Bagdad ein. Der Tod des Schiiten-Führers verstärkt die politische Instabilität des Iraks nur wenige Monate vor der für Januar geplanten Parlamentswahl. Denn erst vor Tagen hatte Al-Hakims Partei Hoher Islamischer Rat ein Wahlbündnis gegen Ministerpräsident Nuri al-Maliki ins Leben gerufen. Noch aber gehört die Partei der Regierungskoalition an. “Er war eine der wichtigsten Figuren im politischen Leben des Iraks”, sagt ein Parlamentsabgeordneter von Al-Hakims Partei. “In einer so schwierigen Zeit hinterlässt er eine große Lücke. Weil der politische Prozess zugleich in der Pflicht der politischen Kräfte liegt, denke ich, dass der Tod Al-Hakims kein großes Hindernis darstellen wird.” Eines der Projekte Al-Hakims war, in den mehrheitlich von Schiiten bewohnten Provinzen ein Autonomiegebiet einzurichten. Al-Hakim soll in der für die Schiiten heiligen Stadt Nadschaf beigesetzt werden.