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Streit um US-Soldaten in Kolumbien

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Streit um US-Soldaten in Kolumbien

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Für Kolumbiens Präsident wird es ein schwerer Tag: In Argentinien trifft sich Álvaro Uribe mit den Vertretern der anderen elf Staaten der Unasur, der Union Südamerikanischer Staaten.

Einige seiner Kollegen wollen ihn dabei zur Rede stellen – wegen Kolumbiens Plan, dass die USA dort mehrere Militärstützpunkte nutzen dürfen. Die Unasur trifft sich deshalb schon zum zweiten Mal in diesem Monat. Mehr Einfluss für die USA ist in Südamerika immer umstritten; umsomehr, als sich Länder wie Venezuela und Ekuador unter ihren linksgerichteten Präsidenten verstärkt an Russland binden, auch militärisch. Die USA und Kolumbien verweisen auf die Hilfe, die weitere amerikanische Soldaten im Kampf gegen den Drogenhandel geben würden – sowie darauf, dass die Stützpunkte ja in kolumbianischer Hand bleiben und nicht amerikanisch würden. Nicht alle lassen sich aber davon überzeugen: Auch am argentinischen Tagungsort der Unasur machten Gegner des kolumbianischen Vorhabens gestern noch einmal ihre Haltung deutlich.