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Abschied von irakischem Schiitenführer

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Abschied von irakischem Schiitenführer

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Zehntausende Menschen haben wie schon gestern in Bagdad nun auch im irakischen Kerbela Abschied von Abdulasis al-Hakim genommen. Hakim starb am Mittwoch an Lungenkrebs, im Alter von 59 Jahren.

Er war einer der wichtigsten Anführer der schiitischen Moslems im Irak. Er führte die größte Schiiten-Partei, den Hohen Islamischen Rat, der dem Regierungsbündnis angehört. Um sein Beileid auszusprechen, kam auch der iranische Außenminister Manuschehr Mottaki nach Bagdad. Das Nachbarland ist eine Hochburg der Schiiten. Hakim hatte lange im Iran gelebt, im Exil während der Herrschaft von Saddam Hussein. In einem Teheraner Krankenhaus wurde er zuletzt behandelt und starb dort auch. Beigesetzt wird Hakim heute in Nadschaf, einer den Schiiten heiligen Stadt. Die Sicherheitsvorkehrungen dort und in der Umgebung wurden aus Angst vor Anschlägen verschärft. 2003 gab es zum Beispiel einen solchen Anschlag. Etwa einhundert Menschen wurden damals bei der Explosion einer Autobombe getötet, darunter Hakims älterer Bruder. Hakim übernahm danach den Parteivorsitz; nun wird er in Nadschaf neben seinem Bruder bestattet.