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CDU verliert zweimal absolute Mehrheit

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CDU verliert zweimal absolute Mehrheit

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Vier Wochen vor der Bundestagswahl hat es heute einen wichtigen Stimmungstest gegeben. In drei deutschen Ländern wurden die Landtage gewählt.

Die ersten Zahlen aus den Wählerbefragungen bestätigen weitgehend die Umfragen: In Thüringen und im Saarland verlieren die Christdemokraten demnach ihre absolute Mehrheit. Die Einbußen der CDU sind dermaßen groß, dass es noch nicht einmal für das Wunschbündnis mit den Freien Demokraten reicht, auch wenn die FDP überall beträchtlich zugelegt hat. Ungeschoren kommt die CDU von Kanzlerin Angela Merkel nur in Sachsen davon. Dort können die Christdemokraten weiterregieren – sogar statt mit der erneut äußerst schwachen SPD nun mit der FDP, die in Sachsen nun ebenfalls stärker als die Sozialdemokraten ist. Ein Machtwechsel ist jetzt in zwei Bundesländern möglich, wäre allerdings ein zweischneidiges Schwert für die SPD und ihren Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier: Die CDU warnt schon länger wieder vor einer rot-roten Gefahr. Außerdem müssten sich SPD und Linke – und auch die Grünen – erst noch zusammenraufen: Vor allem in Thüringen ist das alles andere als sicher. Im Saarland steht die Linke aber zum ersten Mal vor der Regierungsbeteiligung in einem westdeutschen Land. Mit Oskar Lafontaine als Spitzenmann – früher hier Ministerpräsident für die SPD – kommt sie nach derzeitigem Stand auf 21 Prozent.