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Banges Warten nach Wahl in Gabun

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Banges Warten nach Wahl in Gabun

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Nach den Präsidentenwahlen in Gabun wächst bei Beobachtern die Sorge vor Unruhen in dem zentralafrikanischen Staat. Vorläufige Ergebnisse stehen weiter aus, sie waren bereits für gestern Abend angekündigt. Unterdessen haben sich die drei aussichtsreichsten Kandidaten jeweils zum Sieger erklärt.

Als Favorit galt Präsidentensohn Ali Ben Bongo. Sein verstorbener Vater Omar Ben Bongo hatte Gabun mehr als 40 Jahre lang regiert. Aus Protest gegen Bongos Nominierung war Innenminister Andre Mba Obame zurückgetreten. Er ging für die Opposition ins Rennen. Mehrere Kandidaten zogen sich zu seinen Gunsten zurück. Auch dem langjährigen Oppositionspolitiker Pierre Mamboundou wurden Chancen eingeräumt. Die Beteiligung war Beobachtern zufolge hoch. Als entscheidend gilt das Ergebnis in der Hauptstadt Libreville. Dort wohnt mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten. Der rohstoffreiche Kleinstaat lebt vor allem vom Ölexport. Dennoch lebt jeder Dritte der knapp eineinhalb Millionen Einwohner in Armut. Nach Berichten über Unregelmäßigkeiten rief Übergangspräsident Rose Francine Rogombe zur Ruhe auf.