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Frankreich setzt Steuerflüchtlinge unter Druck

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Frankreich setzt Steuerflüchtlinge unter Druck

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Für französische Vermögen, in der Schweiz vor dem Fiskus weggeschlossen, wird es eng in eidgenossenschaftlichen Tresoren. Seit wenigen Tagen gibt es eine Vereinbarung, die es Steuerfahndern ab 2010 erlaubt, Auskunft über Konten von Franzosen in der Schweiz zu erhalten. Nun ist auch noch eine Liste aufgetaucht mit 3000 Inhabern solcher Konten. Bis Jahresende haben Steuersünder Zeit, sich zu stellen.

“Wenn der Zeitrahmen zur Begleichung vorbei ist, drohen Maximalstrafen”, warnte Frankreichs Finanzminister Eric Woerth, dann werde auch, wo dies sinnvoll sei, die Justiz ermitteln, da gehe es, natürlich, um viel härtere Strafen. Alle Franzosen sollten daher ihre Situation in Ordnung bringen. Insgesamt geht es um drei Milliarden Euro bei drei Schweizer Banken. Für die Finanz-Journalistin Myret Zaki – mit einem Buch über den Skandal bei der Großbank UBS bekannt geworden – eher Peanuts: “Da geht es um 3000 Konten für drei Milliarden, macht im Schnitt eine Million Euro. Das sind nicht die großen Konten, das sind auch nicht die großen Kunden. Es gibt Vermögensexperten, Fondsspezialisten, die über Trusts und sehr ausgefeilte Strukturen verfügen, und die besitzen Milliarden.” Ein Zusammenhang zwischen Liste und Abkommen wird in Paris dementiert. Die Schweiz plant weitere solcher Vereinbarungen. Insgesamt zwölf sind nötig, damit sie von der “grauen Steuer-Liste” der OECD gestrichen wird.