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Britische Kriegskinder erinnern an Evakuierung

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Britische Kriegskinder erinnern an Evakuierung

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Und plötzlich waren die letzten 70 Jahre wie weggeblasen: 2000 britische Kriegskinder erinnerten sich gemeinsam an ihre Evakuierung aus London und anderen britischen Städten.
 
Manche dieser Kinder sahen ihre Eltern erst Jahre später wieder.

“Wir hatten Angst, nie mehr nach Hause zu kommen”, erinnert sich Fernsehjournalist Michael Aspel, “das Gefühl für die Zeit ist relativ und sie vergeht umso langsamer, je jünger man ist. “Wie lang war ich denn weg, habe ich meinen Onkel Cyril gefragt – und dachte, der sagt jetzt drei oder vier Jahre. Dabei waren es nur sechs Wochen.”
 
Zu Kriegsbeginn waren in nur vier Tagen eineinhalb Millionen Kinder, Mütter, Rentner und Kranke aufs Land geschickt worden. Während des Krieges brachten die Behörden insgesamt dreieinhalb Millionen Menschen so vor den Bomben in Sicherheit.
 
Für manche der in der Londoner St Pauls Cathedral Versammelten war es ein Abenteuer, einige blieben sogar für den Rest ihres Lebens auf dem Land hängen. Andere kamen traumatisiert zurück und konnten die engen Familienbindungen nie wieder herstellen.