Eilmeldung

Eilmeldung

Die 100-Watt-Glühlampe - ein Auslaufmodell

Sie lesen gerade:

Die 100-Watt-Glühlampe - ein Auslaufmodell

Schriftgrösse Aa Aa

Von diesem ersten September an wird sie europaweit aus dem Verkehr gezogen. Um den Energieverbrauch zu senken und so etwas mehr für den Klimaschutz zu tun, hat die EU die erste Phase des langsamen Umstiegs von der guten alten Glühbirne auf die Energiesparlampe eingeläutet.

Die Verbraucherorganisationen begrüßen den Vorstoß, denn, so Monique Goyens, Chefin des europäischen Verbraucherschutzbundes BEUC: “Die Energiesparlampen verbrauchen weniger Energie und mindern deshalb den Umwelteinfluss des Verbrauchers. Und weil sie weniger verbrauchen, kosten sie außerdem weniger Geld bei der Stromrechnung: Man kann von bis zu 80 Prozent Einsparung bei der Stromrechnung ausgehen, wenn man Energiesparlampen benutzt.” Allerdings ist auch bei den Energiesparlampen nicht alles Gold, was glänzt: Sie enthalten Quecksilber und müssen in den Sondermüll entsorgt werden. Das Kundenfeedback: “Ist eine alte Technik, ist eigentlich überfällig.” “Find ich eigentlich nicht so gut, weil ich das Licht im Wohnbereich nicht mag.” “Meine Frau verzweifelt dabei, Kerzen für unsere Wohnzimmerlampe zu kriegen, wo so ein Hütchen draugestülpt wird. Die gibt es nicht mehr.” Nach der 100-Watt-Lampe wird im nächsten Jahr die 75-Watt-Lampe aus dem Handel genommen, bis 2012 sollen die Glühlampen mit schwächerer Leistung folgen. Fans der guten alten Birne können aber noch auf Ladenhüter hoffen: “Wir können vom 1. September an keine 100-Watt-Lampen mehr importieren und produzieren, aber wir können immer noch unsere alten Bestände ausverkaufen. Die sind immer noch in den Regalen vorrätig”, beruhigt der Verkaufsleiter einer Baumarktkette. Dass der Umstieg auf die Sparlampe nur einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leistet, räumt auch die EU-Kommission ein: Es gehe hier um etwa ein Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Europa.