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Gedenken an Geiselnahme von Beslan

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Gedenken an Geiselnahme von Beslan

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Fünf Jahre nach dem blutigen Geiseldrama in der russischen Stadt Beslan im Nordkaukasus haben tausende Menschen bei Gedenkfeiern an die mehr als 330 Todesopfer erinnert. Mit einem Läuten der Schulglocken gedachte Beslan des Überfalls islamistischer Terroristen auf die Schule Nummer eins am 1. September 2004. An dem zerstörten Schulgebäude fanden sich etwa 3000 Trauernde ein. Der blutigste Terroranschlag in der Geschichte Russlands endete am 3. September mit einem Blutbad, als Spezialeinheiten die Turnhalle stürmten, in der die Terroristen ihre Geiseln festhielten.

Unter den Todesopfern waren 186 Kinder. Marina Tsutsieva hat ihre Tochter verloren. Sie sagt, der Schmerz lasse nicht nach. Wenn sie Kinder im Alter ihrer Tochter sehe, sie seien so groß, so schön – und ihre Tochter sei gegangen. Mehr als 30 Terroristen nahmen seinerzeit 1128 Geiseln, darunter Lehrer und Eltern. Die Überlebenden fordern bis heute eine objektive Aufklärung des Anschlags. Moskau lehnt Forderungen, eine Verstrickung russischer Geheimdienste von internationalen Ermittlern untersuchen zu lassen, bislang ab.