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Kommunikationspanne: Mutmassliche ETA-Terroristin kommt frei

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Kommunikationspanne: Mutmassliche ETA-Terroristin kommt frei

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Aus Versehen hat die spanische Justiz eine aus Frankreich überstellte mutmassliche ETA-Bombenlegerin gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt. Die junge Aktivistin der Separatisten-Organisation ist untergetaucht und wird nun von Spanien per Haftbefehl gesucht. Ihr werden Terrorakte und Besitz von Sprengstoff zur Last gelegt. So soll sie im Jahr 2004 in mehreren Madrider Tankstellen Bomben plaziert haben.
 
Die Belege dafür kamen aber auf dem Verwaltungswege bei der überstellung zum Teil nicht mit.
 
Dazu Alfredo Perez Rubalcaba, spanischer Innenminister:
“Heisst das, dass wir schlecht zusammenarbeiten ? Ich meine, nein. Das war eher ein bürokratischer Irrtum in Frankreich – die ersten, die hier etwas zu bedauern haben, sind die Franzosen.”
 
In den vergangenen Wochen waren der französichen und spanischen Polizei einige Fahndungserfolge gegen die ETA gelungen.
 
So wurden in einem Alpen-Skiort in Frankreich drei mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation festgenommen. 
 
Zuvor war ein ganzes Netz von Waffenlagern der ETA ausgegraben worden. Insgesamt wurde fast eine Tonne Sprengstoff sichergestellt.