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Milchbauern wollen höhere Preise und niedrigere Quoten

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Milchbauern wollen höhere Preise und niedrigere Quoten

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Europas Milchbauern steigt die EU-Agrarpolitik so sauer auf, dass es sie wieder einmal mit ihrem Vieh nach Brüssel trieb. Während EU-Landwirtschaftskommissarin Fischer Boel vor dem Agrarausschuss des Europaparlaments darauf bestand, die Milchquoten nicht zu senken, schimpfte José Bové, Frankreichs wohl bekanntester Umweltaktivist und nun auch Europaabgeordneter: “Die heutigen Regeln sind katastrophal. Die Kommission hat nichts begriffen. Die Kommissarin behauptet, sie ist für Mitleid, doch die Bauern verlangen Gerechtigkeit.”

Die Milchbauern fordern eine Senkung der Quote, damit die Preise steigen. Derzeit verdienen manche von ihnen weniger als zwanzig Cent für den Liter. Das deckt nicht die Kosten, klagt der Romuald Schaber, Präsident des Europäischen Milchverbandes. Er fordert weniger Produktion: “Wir schlagen vor, nur so viel zu produzieren, wie wir in Europa und auch außerhalb Europas kostendeckend zu hohen Preisen – für vierzig Cent, damit die Bauern leben können – verkaufen können.” Doch derzeit wird die Quote jährlich erhöht, 2015 soll sie ganz aufgehoben werden. Die Bauern wollen nun das Treffen der EU-Agrarminister am Montag abwarten und danach entscheiden, ob sie europaweit in den Milchstreik gehen…