Eilmeldung

Eilmeldung

Proteste gegen slowakisches Sprechengesetz

Sie lesen gerade:

Proteste gegen slowakisches Sprechengesetz

Schriftgrösse Aa Aa

Wieder Proteste, wieder geht es um das Verhältnis zwischen Ungarn und der Slowakei. Jeder zehnte Slowake hat ungarische Wurzeln; einige tausend von ihnen sind in diesem Stadion in Dunajská Streda. Auch in Ungarns Hauptstadt Budapest wird demonstriert, vor der slowakischen Botschaft.

Es geht um das neue slowakische Sprachengesetz, gerade in Kraft getreten. Es stärkt im offiziellen Gebrauch die Verwendung der slowakischen Sprache; öffentliche Mitteilungen nur noch auf Ungarisch sind nicht mehr erlaubt. Die slowakische Regierung sieht sich nun angesichts der Proteste missverstanden – aber die ungarische Minderheit fühlt sich eben bedroht, was auch an unklaren Formulierungen liegt, die viel Platz für Deutungen lassen. Sowieso haben die beiden EU-Nachbarn miteinander ein Dauerproblem: Erst letzte Woche wurde Ungarns Präsident an der Grenze gestoppt. Er wollte in der slowakischen Grenzstadt Komárno eine Statue einweihen – was der Slowakei aus mehreren Gründen missfiel. Trotzdem werden beide Seiten jetzt auch wieder einmal miteinander reden: In gut einer Woche treffen sich die zwei Regierungschefs. Nur wo, ist noch unklar – wahrscheinlich wohl irgendwo in der Nähe der Grenze.