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Bronzener Pferdekopf begeistert Archäologen

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Bronzener Pferdekopf begeistert Archäologen

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Ein bronzener Pferdekopf ist das jüngste einer Reihe von Bruchstücken eines römischen Reiterstandbildes, auf das Archäologen in Deutschland bei Ausgrabungsarbeiten gestoßen sind.

Die 25 Kilogramm schwere Bronzeskulptur gehört zu den qualitativ besten Stücken, die jemals auf dem Gebiet des ehemaligen Römischen Reiches gefunden wurden. Ausgegraben wurde sie im hessischen Waldgirmes, wo seit etwas mehr als 15 Jahren immer wieder Bruchstücke des lebensgroßen Reiterstandbildes entdeckt wurden. Gefunden wurde der bronzene Pferdekopf in einem Brunnen. Experten vermuten, daß die Statue Kaiser Augustus darstellt, der von 23 vor bis 14 nach Christus regierte. Um das Jahr 9 nach Christus herum gaben die Römer nach der Schlacht im Teutoburger Wald die Stadt Waldgirmes auf. Nach Einschätzung von Fachleuten könnte das Reiterstandbild von nachfolgenden Germanen zerschlagen worden und der Pferdekopf rituell in dem Brunnen versenkt worden sein. Auf der Stirn des Pferdekopfes befindet sich eine Platte mit einer Darstellung des Kriegsgottes Mars, an den Seiten sind Siegesgötinnen angebracht.