Eilmeldung

Eilmeldung

EU-Kommisson will Flüchtlingsströme besser verteilen

Sie lesen gerade:

EU-Kommisson will Flüchtlingsströme besser verteilen

Schriftgrösse Aa Aa

Mehr Solidarität gegenüber DEN Ländern, die Flüchtlinge aufnehmen: Mit diesem hehren Ziel vor Augen hat die EU-Kommission ein Ansiedlungsprogramm für Flüchtlinge vorgeschlagen. Durch engere Zusammenarbeit unter den Mitgliedsstaaten soll der Flüchtlingsstrom besser und auf mehr Schultern verteilt werden. Die EU nahm vergangenes Jahr nur rund sechs Prozent der Flüchtlinge weltweit auf, die meisten landeten in Drittstaaten in Asien und Afrika.

Und, so beklagt Justizkommissar Jacques Barrot überdies, “es praktizieren derzeit gerade einmal zehn EU-Mitgliedsstaaten die Ansiedlung von Flüchtlingen aus dem Ausland. Diesen zehn Staaten sollten sich doch möglichst viele andere Mitglieder anschließen. Europa hat schließlich auch gelitten, in den Zeiten der Nazis, des Stalinismus… Also müssen die Europäer doch auch eine gewisse Großzügigkeit an den Tag legen.” Die EU-Staaten sollen künftig mehr Flüchtlinge aus Drittstaaten oder aber auch aus anderen Mitgliedsländern aufnehmen. Weiterhin basiert die Aufnahme auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Statt langwieriger Einzelfallentscheidungen sollen die Verfahren transparenter und europaweit einheitlicher werden. Und Länder, wo die meisten stranden, wie Malta oder Italien, sollen entlastet werden. Es geht bei dem Ansiedlungsprogramm vor allem um Flüchtlinge, denen die Rückkehr in die Heimat versperrt ist, wie Kinder, schwer Kranke oder Traumatisierte und alleinstehende Frauen mit Kindern.