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Ausschreitungen in Gabun

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Die staatliche Wahlkommission im zentralafrikanischen Gabun hat bekanntgegeben: Neuer Präsident wird Ali Ben Bongo. Der 50-jährige bisherige Verteidigungsminister ist Sohn des im Juni gestorbenen Omar Bongo. Der hatte den ölreichen Kleinstaat 41 Jahre lang regiert. Ali Ben Bongo erhielt bei der Wahl am Sonntag 41,7 Prozent der Stimmen. Er hatte zuvor bereits als Favorit der Wahl gegolten. Bongo war für die regierende Gabunische Demokratische Partei angetreten.

Große Menschenmengen hatten sich vor dem Gebäude der schwerbewachten Wahlkommission in Libreville versammelt, weil sich die Verkündung des Wahlergebenisses verzögert hatte. Sie sahen darin Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Trotz der massiven Polizeipräsenz war es zu schweren Auseinandersetzungen gekommen, bei denen Oppositionsführer Pierre Mamboundou schwer verletzt wurde. Ein Demonstrant erzählte. “Sie haben auf uns geschossen. Auch mit Tränengas. Ich habe soetwas nicht erwartet Es kam so plötzlich. Eine Kugel strich knapp an meinem Kopf vorbei. Dann warf ich mich auf den Boden.” Die Auseinandersetzungen in dem zentralafrikanischen Staat dauern an undwerden immer gewalttätiger. Ein Gefängnis wurde gestürmt, die franzöische Vertretung im Land niedergebrannt.