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Kleinstadtporträt zum Auftakt der "Mostra"

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Kleinstadtporträt zum Auftakt der "Mostra"

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Der italienische Film “Baaria” hat die diesjährigen Filmfestspiele von Venedig eröffnet.

Es geht um das drei Generationen umspannende Leben in der sizilianischen Kleinstadt Baghiera, aus der auch der Regisseur des Filmes, Giuseppe Tornatore, stammt. Tornatore kam nach Venedig in Begleitung der beiden Hauptdarsteller, Margareth Madé und Francesco Sciannannio. “In meinem Film geht es um gelebte Staatsbürgerlichkeit”, meint Tornatore ernst. “Ich wurde noch früh genug geboren, um in einem Land aufzuwachsen, in dem dies noch möglich war. In meiner Familie wurde mir nicht nur gelernt, wie ich mich für die Schule anzuziehen hatte. Eines der ersten Dinge war, wie ich mich als Bürger zu verhalten habe und wie ich andere respektiere.” Die Musik für den Film steuerte kein Geringerer als Ennio Morricone bei, es war bereits seine achte Zusammenarbeit mit Tornatore. “Ich mag den Film wirklich sehr”, so Morricone. “Es war aber wichtig, sich mit der Musik nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen. An einigen Stellen, denke ich, verträgt der Film dichte Musik. Aber ansonsten habe ich mich eher zu Zurückhaltung entschieden, trotz der Dynamik und der andauernden Auf und Abs in der Erzählung.” Mit 25 Millionen Euro ist “Baaria” eine der teuersten italienischen Filmproduktionen aller Zeiten.