Eilmeldung

Eilmeldung

Pfizer zahlt Rekordsumme

Sie lesen gerade:

Pfizer zahlt Rekordsumme

Schriftgrösse Aa Aa

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat sich bereit erklärt, die Rekordsumme von 2,3 Milliarden Dollar zu bezahlen, um den Streit mit den US-Behörden über unerlaubtes Medikamenten-Marketing beizulegen. Die Behörden werfen Pfizer vor, das Schmerzmittel Bextra auch zur Behandlung anderer Krankheiten vermarktet zu haben. Tony West vom US-Justizministerium sagte, Pfizer habe die Arzneimittelbehörde gefragt, ob das Schmerzmittel Bextra auch für bestimmte andere Anwenungen und in einer Dosis, die höher ist als die festgelgte Höchstgrenze, vermarktet werden dürfe. Die Arzneimittelbehörde habe das abgelehnt, Pfizer habe Bextra dennoch in diesem Sinne vermarktet.

Wenn derartiges geschehe, werde das Leben von Patienten aufs Spiel gesetzt. Nach Angaben der Behörden hatte Pfizer unter anderem Ärzte gedrängt, das Schmerzmittel für Behandlungen zu verschreiben, für die es nicht zugelassen war. Inzwischen wurde das Mittel vom Markt genommen. Nach Angaben von Pfizer sind die finanziellen Belastungen bereits im Geschäftsjahr 2008 verbucht worden. Weitere 33 Millionen Dollar bezahlt Pfizer zudem im laufenden Quartal wegen der Werbepraxis für sein Antipsychotikum Geodon.