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Ausgangssperre in Gabun

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Ausgangssperre in Gabun

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Im zentralafrikanischen Staat Gabun haben die Sicherheitsbehörden eine Ausgangssperre verhängt. Hintergrund dafür waren die gewaltsamen Proteste nach der Präsidentenwahl vom vergangenen Sonntag. Demonstranten zerstörten das Konsulat der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich in Port Gentil. Ein Oppositionspolitiker wurde bei Straßenschlachten schwer verletzt.

Die staatliche Wahlkommission in Libreville hatte am Donnerstag den 50-jährigen bisherigen Verteidigungsminister Ali Ben Bongo zum Wahlsieger erklärt. Die Opposition dagegen spricht von Wahlbetrug. Präsident Ali Bongo sagte: “Der Wettkampf ist vorbei. Es gibt die Möglichkeit angehört zu werden, wenn man sich an die zuständigen Stellen wendet.” Ali Bongo ist der Sohn des im Juni gestorbenen Präsidenten Omar Bongo, der das ölreiche Land fast 42 Jahre lang regiert hatte. Frankreich hat seine rund 10.000 in Gabun lebenden Bürger aufgerufen, in den Häusern zu bleiben. Auf zwei Niederlassungen französischer Ölfirmen wurden Brandsätze geschleudert.