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Ausgangssperre verhängt

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Ausgangssperre verhängt

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Angesichts der anhaltenden Gewalt nach der Präsidentschaftswahl in Gabun hat das Innenministerium in Port Gentil eine Ausgangssperre verhängt. In der zweitgrößten Stadt des Landes setzten Demonstranten das französische Konsulat in Brand. Sie stürmten das Gefängnis und befreiten die Gefangenen, hieß es in Medienberichten. In der Hauptstadt Libreville ging die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor. Sie zweifeln die Rechtmäßigkeit des Wahlsieges von Ali Ben Bongo an. Mehrere Oppositionelle wurden festgenommen.

Der Sohn des im Juni gestorbenen Omar Bongo hatte als Favorit gegolten. Er sagte, die Wahl sei nun vorbei. Es gebe Institutionen, bei denen man Einspruch einlegen könne; an sie müssten sich diejenigen wenden, die Einwände hätten. Die Staatliche Wahlkommission hatte gestern mit einem Tag Verspätung den bisherigen Verteidigungsminister mit fast 42 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt. Abgeschlagen mit jeweils knapp 26 und gut 25 Prozent landeten der ehemalige Innenminister Andre Mba Obame und und Oppositionsführer Pierre Mamboundou auf den nächsten Plätzen. Alle drei Politiker hatten Anspruch auf den Sieg erhoben.