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Flugzeuge ohne Black Box?

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Flugzeuge ohne Black Box?

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Airbus arbeitet an Alternativen zum Flugschreiber. Dies teilte Airbuschef Thomas Enders mit. Hintergund ist der Absturz des französischen Aribus 330 über dem Atlantik auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris. Flug AF 447 war am 1.Juni mit 228 Menschen an Bord verunglückt. Die Wrackteile und einige Leichen konnten aus dem Wasser geborgen werden. Vom Flugschreiber, der Black Box fehlt noch immer jede Spur. Geht es nach den Airbusmanagern, soll die Black Box bald ganz aus den Flugzeugen verschwinden, die bisher mit zwei Flugschreibern ausgestattet sind. Eine speichert die Flugdaten, die andere zeichnet die Gespräche der Piloten auf. Das neue System, von Experten ohnehin schon seit langem gefordert, überträgt alle Flugdaten direkt via Satellit in Echtzeit, so dass nicht nur wie bisher die Wartung sondern auch die Überwachung besser und schneller funktioniert. Der LuftfahrtexperteGerad Feldzer meint: “Die Daten werden über Satellit oder in ein System auf der Erde direkt eingespeist. Sie bleiben nicht mehr an Bord. So hat man sofort alle notwendigen Informationen die bearbeitet werden können. Wir gewinnen Zeit, Energie und Sicherheit.”

Doch das ist nicht billig. Um die 50.000 Euro pro Flugzeug kostet der Einbau des neuen, schnellen Systems. Piloten hatten es zuvor immer als Eingriff in ihre Privatsphäre abgelehnt.