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Bundeswehr bombt sich in den deutschen Wahlkampf

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Bundeswehr bombt sich in den deutschen Wahlkampf

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Der von der Bundeswehr angeordnete Luftangriff in Afghanistan wird nun auch Munition im Bundestagswahlkampf. Bundeskanzlerin Merkel und SPD-Kanzlerkandiat Steinmeier machten vor einiger Zeit mit Truppenbesuchen in Afghanistan ihre Unterstützung für den Einsatz sichtbar. Während Steinmeier in Zeitungsinterviews jetzt forderte, einen Zeitplan für den Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan aufzustellen, nutzte die Opposition die schockierenden Schlagzeilen über den Luftangriff, um ihrer Forderung nach einem raschen Truppenabzug zu bekräftigen. Der Fraktions-Co-Vorsitzender der Linken, Gregor Gysi, bezeichnete den Luftangriff als “durch nichts gerechtfertigt und unentschuldbar”.

Die Grünen forderten eine umfasende Aufklärung der Umstände, die zu dem verheerenden Luftangriff führten: “Es ist inakzeptabel, wie die Bundesregierung und wie das Bundesverteidigungsministerium agiert. Ich meine, es hat schon etwas zu bedeuten, wenn die NATO die Nichtaufklärungsbereitschaft der Bundesregierung kritisiert. Deswegen muß alles auf den Tisch”, erklärte die Co-Vorsitzende der Grünen Claudia Roth am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin. Seit langem gibt es in der deutschen Bevölkerung keine Mehrheit für den Afganistaneinsatz der Bundeswehr mehr und in Afghanistan wächst mit jedem toten Zivilisten der Hass auf den Westen.