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Libyen stellt Schweizer vor Gericht

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Libyen stellt Schweizer vor Gericht

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Die beiden in Tripolis festgehaltenen schweizer Geschäftsleute werden in Libyen vor Gericht gestellt. Das erklärte der libysche Außenminister der britischen Zeitung “Times”. Offen blieb bislang, wann das Verfahren stattfinden soll. Der schweizer Bundespräsident Hans-Rudolf Merz, der einen Versöhnungsvertrag mit Libyen abgeschlossen hatte, hat sein politisches Schicksal mit der Freilassung der beiden Geschäftsleute verknüpft: “Es ist eine Tradition, das wir mit allen Staaten gute Beziehungen unterhalten. Deshalb ist es aus meiner Sicht zwingend, dass wir unserer Wirtschaft überall die Tore öffnen.” Vor dem Sitz der Vereinten Nationen in Genf demonstrierten unterdessen etwa 50 Menschen für die Freilassung der beiden Schweizer. Die 2 Geschäftsleute werden seit über einem Jahr in Libyen festgehalten. Hintergrund ist die Affäre um Gaddafis Sohn Hannibal, der in Genf zusammen mit seiner Frau verhaftet worden war, weil er seine Hausangestellten geschlagen haben soll,- was das Ehepaar jedoch bestritt. Seither gibt es schwere diplomatische Verwerfungen zwischen beiden Staaten.