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Straw bestätigt Öl-für-Attentäter-Deal

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Straw bestätigt Öl-für-Attentäter-Deal

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Bei der Entscheidung, den todkranken verurteilten Lockerbieattentäter freizulassen, haben sehr wohl wirtschaftliche Interessen eine Rolle gespielt. Der britische Justizminister Jack Straw erklärte in einem am Samstag erschienen Interview mit dem Daily Telegraph, er entschuldige sich nicht dafür, dass wirtschaftliche Interessen eine große Rolle beim Abschluß eines Gefangenenaustausches mit Libyen spielten. Man habe das Land nach Jahren der Sanktionen wieder in die Völkergemeinschaft eingliedern wollen und Handelsbeziehungen stellen dabei einen essentiellen Faktor dar.

Premierminister Brown hatte am Mittwoch erklärt, es habe keine explizite Vereinbarung mit Libyen gegeben. BP hatte sich 2007 unmittelbar nach dem Abschluß des Gefangenenaustauschabkommens auf einen milliardenschweren Vertrag zur Öl- und Gasförderung mit Libyen geeinigt. Dessen Ratifikation hat Libyen seither herausgezögert. Erst nach der Freilassung des Lockerbieattentäters, kam wieder Bewegung in die Angelegenheit. Die schottische Regierung ließ ihn offiziell aus “humaitären Gründen” frei, nicht aber auf Grundlage des 2007 ausgehandelten Gefangenenaustauschabkommens.